Zunahme der Irrationalität

Kennst’e den schon? Sitzen ein Neurochirurg, ein Rheumatologe, ein Orthopäde, ein Anästhesist und vier Medizinstudenten 2 Tage in einem Raum. Was ist das? Mündliches Staatsexamen. – Keine Pointe.

Seit dem 28.02. weiß ich es. Was mich erwartet. Mein Examen ist in Stein gemeißelt. Die Termine und Prüfer (und Mitprüflinge) sind vergeben. Es hätte mich wesentlich schlimmer treffen können, denke ich. Persönlich kenne ich zwar nur einen der Prüfer – den Orthopäden – , da er mein zuständiger Oberarzt im PJ war, als ich in der Orthopädie eingeteilt war, aber von den anderen habe ich Informationen (Protokolle früherer Prüfungen), dass sie auch recht zutrauliche und nur wenig bis gar nicht sadistische Naturen sind. Obwohl schon 3 der 4 Fächer dieser Prüfung mir seit etwa 1 1/2 Jahren bekannt sind, war doch meine Sorge, was für ein absurdes Fach mir noch zugelost werden würde. Augenheilkunde? Pharmakologie? Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie? Gar Hygiene, wie es wohl vor vielen Jahren einmal tatsächlich der Fall war? Viele Gedanken habe ich daran aber, wenn ich ehrlich bin, auch nicht verschwendet. Wird schon irgendwie gut gehen, dachte ich mir. Schließlich ist in den letzten 10 Jahren hier keiner durch diese Prüfung gefallen, da werden sie jetzt nicht damit anfangen wollen.

Nichtsdestotrotz war mir der grundsätzliche Gedanke an dieses kleine, unbekannte Etwas doch unangenehmer, als das, was früher – ganze 6 Wochen früher – auf mich zukommen wird. Das Schriftliche Examen. Das hat sich seit dem 28.02. geändert.

Vom 8. – 10. April (ja, in etwa 3 Wochen!!!) jeweils 5 Stunden über insgesamt also 320 Fragen zu allen möglichen Themen der klinischen Medizin brüten. Den öffentlich einsehbaren Statistiken nach zu urteilen auch kein Problem (Examen im Herbst 2013 an meinem Studienort 0 durchgefallene Personen). Aber mein (und das vieler anderer Medizinstudenten) Hirn denkt in solchen existenziellen (ist das vermessen?) Situationen nun mal nicht rational. In meinem Studium wird man stetig darauf getrimmt, dass auch höchst unwahrscheinliche Ereignisse einen treffen können und dann höchst unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen.

Von Anfang Januar – siehe dazu frühere Blogeinträge – bis Ende Februar lernte ich recht gemütlich vor mich hin, machte regelmäßig Pausen, ging ab und zu einmal vor die Tür oder nahm mir das eine oder andere Mal sogar einen halben Tag einfach frei vom Lernen, weil ich das Gefühl hatte, dass nichts mehr rein ging in mein Schädel. Jetzt, da der Prüfungstermin immer näher rückt, plane ich meinen Tagesablauf fast generalstabsmäßig. Wie lange brauche ich für den Wocheneinkauf?

  • 5 Minuten Fußweg hin und 5 wieder zurück. Gut. Ca. 15 Minuten im Supermarkt, 20, wenn an der Kasse getrödelt wird. Insgesamt 30 Minuten. Ok, das schaffe ich in der einstündigen Mittagspause.
  • Ich muss noch dieses und jenes Kapitel lesen. Das Fach ist zu groß, um es auf Lücke zu lernen. Welches Fach soll ich dann auf Lücke lernen? Schaff ich die Fächer alle noch bis zum Termin? Ich habe zu wenig Examensfragen bisher gekreuzt, und das auch noch zu schlecht in der Statistik, Mist. Das wird es am Ende sein, was mir das Genick bricht.
  • Eigentlich solltest du Examensfragen kreuzen, statt zu bloggen, das ist essenziell, das haben alle gesagt, die du gefragt hast…

…um nur einen kleinen Auszug meiner derzeitigen Gedankenwelt zu nennen.

Sehr wahrscheinlich sind diese düsteren Gedanken unbegründet, das weiß ich auch. Trotzdem werde ich sie derzeit nur schwer los. Aber einen kleinen Lichtblick sehe ich ja doch. Zum Einen schreibe ich das hier, und Sie lesen es. Und zum Anderen: Diese Wahngedanken haben – in ähnlicher Form – auch andere in meiner Situation. Ist das gar eine Art induzierter Wahn, ein Folie à deux? Die Grenze zur Religion soll ja fließend sein.

Sollte dieser (oder dieses?) Blog also nach dem 10. April verwaisen, so schlage ich folgende Erklärungsmodelle vor:

  1. Ich bin vollends dem Wahnsinn verfallen und wurde stationär in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.
  2. Meine Religion hat ausreichend Anhänger gefunden und ich verkünde meine Botschaft auf andere Weise.

Wenn Sie also demnächst einen etwas entrückt-verwirrten jungen Mann in Ihrer Nähe sehen, der vielleicht Alu-Folie auf dem Kopf trägt und merkwürdige Dinge vor sich hinmurmelt. Winken Sie mir ruhig! Sie dürfen auch näher kommen, ich bin friedlich und beiße nicht, wenn Sie mir Schokolade (kein Zartbitter bitte, danke) anbieten.

Ansonsten lesen Sie hier wahrscheinlich erst nach dem 10. April wieder etwas von mir. Vielleicht mit klareren Gedanken.

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Lernen und Austoben

+++Service-Meldung+++

Ich hab’s ja gern bequem. Daher gibt’s hier ab sofort ein neues kleines Dingsi für euch Lesewesen. Eine Blogroll. Was das ist? Ehrlich gesagt, ich hab keinen Dunst. Hier im Konkreten ist es eine Linksammlung zu Blogs, die ich für interessant und lesenswert halte. Was es im Allgemeinen vielleicht eigentlich ist, mögen weisere Blogger (oder Ihr!) mir erklären und ich verbreite dann die Kunde. Da rechts unter meinen Tweets ist sie. Die enthaltenen Links habe ich bereits in anderen Posts erwähnt und beschrieben. Damit ihr nicht lange danach suchen müsst jetzt eben das als kleiner Service. In wahrscheinlich unregelmäßigen Abständen werde ich weitere Blogs hinzufügen. Also öfters mal reinschauen, ob’s was neues zu lesen gibt!

+++Ende der Service-Meldung+++

So, zu meiner Woche. Bisher war es die angenehmste Lernwoche überhaupt, was vermutlich am Thema lag. Orthopädie und Unfallchirugie. Meine 2 ausgedehntesten Fächer im gesamten PJ und im Sympathie-Ranking eindeutig ganz weit vorne. Gekrönt wurde das Ganze dann vom Freitag, der endlich mal wieder Abwechslung brachte. Und zwar dieser Art:

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Was ich die 4 Tage zuvor mir als theoretisches Wissen vermeintlich in mein Spatzenhirn gezwängt habe, schrie förmlich danach, in die Tat umgesetzt zu werden. Oben ist zu sehen, was aus meinem Tatendrang wurde. Klassischer Pfanneneinbruch bei Hüft-TEP. Gott sei Dank nur Kunstknochen. Und das auch noch von osteoporotischer, minderwertiger Qualität. Ich war also gar nicht schuld, jahaa!

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Der Schaft ging dann besser, wie man hier sieht.

Wohlan! Heute mittag kam per Mail auch schon meine erste Jobzusage. Am 10. Mai werden eine Freundin und ich in Frankfurt die Aufsicht beim Medizinertest übernehmen. Zum Ende meines Studiums begleite ich den Nachwuchs in ihr Studium. Hach. Das rundet es so ein bisschen ab.. Nun ja, jetzt wird sich erstmal wieder auf’s Lernen konzentriert. Diese Woche ist der Rest der Chirurgie dran. Leider besteht keine Aussicht, irgendetwas von dem da Gelernten in absehbarer Zeit (bis zum Examen) in die Praxis umzusetzen. Schade eigentlich. Dafür etwas Zerstreuung am Donnerstag, es ist wieder Poetry Slam-Zeit, juhu!

Die nächsten Jobzusagen werden wohl noch eine Weile auf sich warten lassen, da ich dafür erstmal Bewerbungen losschicken müsste. Hab fest eingeplant, mir diese Woche jeden Tag mindestens 30 Minuten Zeit zu nehmen, um das Projekt endlich mal in die richtigen Bahnen zu leiten, da neben mir schon die ein oder anderen Zusagen haben, teilweise schon unterschriebene Arbeitsverträge. Ich fühle, es wird wirklich langsam Zeit dafür. Schließlich will (und muss) ich zügig nach dem Examen loslegen.

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Der Blog-Post zum Montag 07/14

Es war eine lockere Lernwoche, scheint mir. Ich bin jedenfalls zufrieden mit meinem Fortschritt und fühle mich nicht gestresst oder gehetzt, obwohl ich sehr wahrscheinlich dem Lernplan hinterher laufe. Ist mir aber gerade sehr egal, da ich letzten Sonntag beschlossen habe, nicht mehr chronologisch nach dem vorgegebenen Lernplan zu arbeiten, sondern für’s Erste die Innere Medizin ruhen zu lassen und mich anderen Fächern zu widmen. Also entschied ich mich, ein paar kleinere Fächer anzugehen, die im Examen anteilsmäßíg ohnehin recht wenig gefragt werden. Gesagt, getan. Innere auf die lange Bank geschoben und die Woche geplant. Hat erstaunlich gut geklappt. Fast doppelt so viel, wie ich für die Woche geplant hatte, durchgezogen. Das warist ein gutes Gefühl.

Und wie ich es letzte Woche tat, habe ich heute auch wieder die anstehende Woche geplant. 4 Tage Orthopädie und Unfallchirurgie, oh das wird fein, Schräubchen, Knochen, Bänder, kaputte Dinge wieder ganz machen. Hach! Und um diesem Lern-Eisbecher auch noch eine kleine Kirsche auf seine Sahnehaube zu setzen: Am Freitag wird diese Theorie in die Praxis umgesetzt und ich werde u.a. halben Schweinen Schläuche in den Brustkorb donnern und künstlichen Knochen neue Hüftgelenke ins Mark treiben. Hämmern, Fräsen, Bohren, das ist schön. So wird das eine gute Woche. Impressionen folgen dann im nächsten Post (das erklärte Ziel ist der kommende Sonntag).

Irgendwas mit „folgen“ war doch noch. Hm.

Folgen Sie dieser jungen Dame: http://sochi2014andbeyond.wordpress.com/

Nachrichten und Bilder von hinter Sochis Kulissen. Kriegen Sie in der Form sicher sonst nirgends zu sehen. Ein Blog, zu dem ich sie fast genötigt habe, hehe. Hopp, hopp, mitlesen!

Der Rest der Aufgaben, die ich eigentlich angehen wollte, liegt momentan ziemlich brach. Das missfällt mir. Ich habe noch nicht wieder angefangen zu fotografieren (Freitag wäreist vielleicht eine gute Gelegenheit), ich mache keinen Sport und werde folglich gerade sehr langsam zu Hulk, nur ohne wütend oder grün dabei zu werden. Bis jetzt. Um meinen Berufsstart wollte ich mich auch längst kümmern, aber nichts ist bisher geschehen. Hrmpf, verdammichnocheins!

Nun ja, ich will aber nicht mit negativen Gedanken diesen Post schließen. Ich bin nämlich tatsächlich in etwas weiter gekommen, was ich schon lange tun wollte: Ich bringe mir gerade von der Pike auf Schach bei. Und es läuft gut. Grundregeln sind soweit in meinem Spatzenhirn abgespeichert, jetzt kommen die komplexeren Themen an die Reihe. Mal sehen, ab wann es mich überfordert.

Damit wünsche ich eine feiste und feine Woche, meine lieben Lesewesen! Macht was draus!

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Lektüre, Lektüre, Lektüre.

Nächste Woche, jaja, nix war’s. Zu faul war ich. Aber dafür habe ich heute was Feines für euch. Solange von mir selbst nichts kommt, ein paar Empfehlungen, die ich als lesenswert bezeichne. Und los:

Meine persönliche momentane Lektüre:

  • (Papier) Ernest Hemingway/F. Scott Fitzgerald – Wir sind verdammt lausige Akrobate – Eine Freundschaft in Briefen
  • (Blog, abgeschlossen) Wolfgang Herrndorf – Arbeit und Struktur
  • (Kindle eBook) Stephen King – Doctor Sleep (Englisch)

Hauptsächlich lese ich die meiste Zeit des Tages natürlich meinen dicken Examensschmöker, wie ja bekannt sein dürfte.

So, nun zu meinen Blog-Empfehlungen: (alle vorbehaltlos lesenwert)

Robot in a box – punktgenauer, wunderschön geschriebener Blog einer Autistin, die ihre Erfahrungen mit Innen- und Außenwelt teilt.

Endlich Medizin – Blog einer Medizinstudentin am Beginn ihres Weges. Weckt viele Erinnerungen an meine Anfangszeit damals

Doktor FreakOuts Sprechstunde – Approbierter mit gut durchdachten Texten zu aktuellen, u. a. medizinischen, aber auch sonst menschlichen Themen

Naumburger’s Blog – Poesie und Fantasievolles, empfiehlt gute Bücher, deren Inhalt den Wert jedes Billy-Regals mindestens verzehnfachen

Lehrjahre einer Schneiderin – zu meinem Blick zurück hier nun mein Blick in die Zukunft, äußerst gelungener Blog einer Chirurgin und Notärztin

ichbinjazz – Blog einer Bonner Twitterperle, die mein persönlich bestes Argument (warum, ist mir auch nicht so ganz klar) für Twitter ist. Und für Blogs. Und Schreiben. Und Eulen!

Ich versprach ebenso vollmundig im letzten Eintrag, eine Freundin von mir würde über ihre Erlebnisse als fleißiges Bienchen in Sochi während der Olympischen Spiele bloggen. Ja, der Blog existiert, ja, der Link kommt. Nein, noch nicht jetzt. Sie erbittet sich zu Recht noch etwas Geduld, um dem Ganzen einen hübschen Anstrich zu geben. Deshalb der Link dazu erst in ein paar Tagen (wirklich Tage und nicht wieder 3 Wochen). Man darf gespannt sein, ich zumindest bin es schon.

Ich bemühe mich redlich, unabhängig davon, euch Sonntag wieder von mir was zu lesen zu servieren. Bis dahin, meine Lesewesen, wünsche ich euch so viel Vergnügen mit meinen Empfehlungen, wie ich sie habe. Auf (hoffentlich) Sonntag!

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Ein Gefühl wie Endzeitstimmung.

Samstag Abend. TV aus. Musik an. Blog auf. Und los.

9. Januar war mein letzter Eintrag. Puh, es wird wieder Zeit. Subtil hing mir ja schon einige Tage ein neuer Blog-Post auf Brusthöhe, aber teilweise keine Zeit, Motivation hat gefehlt, zu müde, zu viel andere Dinge vordergründig im Kopf. Hing mit dem Lernstoff subjektiv ziemlich hinterher und tue das wahrscheinlich noch immer. Heute habe ich dafür den Lernstoff von zweien in einen Tag gestopft. BesserThematisch interessanter wird’s aber in den nächsten Tagen leider auch nicht. Donnerstag und Freitag waren lerntechnisch – nennen wir es, hm, durchfallartig, da ich mich kaum auf Lesen konzentrieren konnte, von Lernen konnte nicht die Rede sein. Ich vermute die notwendigen Dinge und Zeiten außerhalb des Elfenbeinturms als Ursache. Daher auch das zeitliche Defizit, nun ja, aufgeholt, Haken dran.

Es gab aber durchaus auch erfreuliche Dinge. Ich war beim LPA und habe die letzten nötigen Unterlagen zur Prüfungsanmeldung nachgereicht. Alles in trockenen Tüchern also. 8. – 10.04. Schriftliches Examen, mündliches, wie vermutet Mitte bis Ende Mai, genaueres konnte noch nicht definitiv bestätigt werden, aber ok. Jetzt ist es also offiziell. Den Durchfallquoten nach zu urteilen bin ich also spätestens am 01.06.2014 Arzt (da noch ohne Approbation). Mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 97%, das klingt doch nach was. Kommt mir im Moment nur noch so surreal vor (ich glaube, das erwähnte ich bereits, oder?), mal sehen, wie sich das entwickelt. Weiteres Schönes: Eine Freundin von mir hat sich (von mir!) motivieren lassen, über ihre in sehr naher Zukunft anstehenden Erlebnisse in Sotschi bei den Winterspielen bloggend zu berichten. Ich bin gespannt darauf; ich hoffe, ihr auch, meine kleinen Lesewesen. Der Link dazu folgt wohl in der kommenden Woche, das konstituierende Mittagessen ist am Dienstag. Zeitlich und organisatorisch hätte ich es wohl nie auf die Reihe bekommen, sowas einzuflechten in die Examenslernzeit (sie schreibt ebenfalls im April mit mir das gleiche Examen), trotzdem bin etwas neidisch. Mag daran liegen, dass es zwar Arbeit ist, ich es mir in meinem Kopf jedoch wie Urlaub ausmale.

Es ist also tatsächlich ein überschaubarer Zeitraum, bis ich ratlos auf einem Stationsflur, in einem Ambulanz-/Behandlungszimmer und/oder einem OP stehe, in voller Verantwortung meiner hoffentlich spätestens ab dann sukzessive schwindenden Inkompetenz.

Weiter kam mir seit Anfang der Woche immer wieder die Frage in den Sinn, ob es damals noch einen triftigeren Grund gab, mir einen Facebook-Account zuzulegen, als Informationen rund ums Studium von Kommilitonen (ich muss die Schreibweise doch immer wieder googeln) zu erhalten oder mit ihnen zu teilen, da ja mehr und mehr alle nur noch auf Facebook und nicht mehr auf StudiVZ waren. Erkenntnis: nein.

Die logische, und da sie jetzt hier steht, beschlossene Konsequenz daraus ist, dass ich zum Studienende meinen Account löschen werde, da mir Facebook abgesehen von der Studiumsinfoplattformnützlichkeit (die zum 01.06. wegfällt) seit einiger Zeit ziemlich auf die Nerven geht. Zu viel Werbung,  Vorschläge für Dinge, bei denen es mich mehr und mehr gruselt, dass Facebook mich so gut zu kennen scheint, zu viel Generve allgemein, zu viel verplemperte Zeit. Das muss ein Ende haben.

Zur weiteren Eigenmotivatoin: Ab morgen legst du die Merkmale der Wunschkliniken fest, bei denen du ab Sommer anfangen willst zu arbeiten und recherchierst Adressen! Lebenslauf überarbeiten! Bewerbungsanschreiben aufsetzen! Alles zusammenstellen! Bewerbungsfoto von einer sehr talentierten Freundin schießen lassen oder doch beim Profi Geld dafür ausgeben? Gute Frage.

Weiteres dazu dann in der nächsten Woche. Auf bald, meine Lesewesen!

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Mini-Update

Es gehen Termine um. Es wird konkret. Heute Nachmittag erfuhr ich, wann wohl mein Mündliches Examen sein wird. Eine wohl vertrauensvolle Quelle ließ verlauten, dass die Prüfungen an meinem PJ-Haus für meinen Jahrgang zwischen 12. und 28.05. sein werden. Da ich in den nächsten 2 Wochen ohnehin noch zum LPA muss, um letzte Bescheinigungen nachzureichen, werde ich dort gleich mal gegenchecken, ob die Termine bestätigt werden.

Das Schriftliche steht ja schon Jahre im Voraus fest. 8. bis 10.04., 320 Fragen an 3 Tagen zur gesamten klinischen Medizin. 3 Monate Lernzeit.

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Mittagsblog

Heute 15 Minuten früher Mittagspause gemacht, neues Thema anzufangen hätte wenig Sinn gemacht. Im Lernplan vorgesehen ist eine Stunde für Mittag. Nach 30 Minuten satt und entspannt. Habe mir einen Kaffee geholt und wieder an den Schreibtisch. Es wird ein Blog-Post erwartet, zumindest einer Person hab ich ihn versprochen. Und Kollegen will man nicht enttäuschen, wer weiß, wann sie vielleicht mal Vorgesetzte sind.

Nur worüber schreibe ich jetzt? Gibt eigentlich nichts neues seit Montag, nur Banalitäten. Gestern Abend empfahl das erste Mal ein Twitterer, man solle mir folgen. Ob berechtigt oder nicht, ich war etwas stolz. Mir wird ein „trockener, schräger Humor mit einem durchblitzenden Hauch Intelligenz“ attestiert. Verdammt, jetzt muss ich liefern. Dieser Erwartungsdruck bringt mich noch ins Grab.

Lernplan läuft ganz gut, darf nicht so viel prokrastinieren. Lese immernoch jeden Morgen ein paar Einträge aus Arbeit und Struktur. Den gibt es auch als Print-Version, für die Haptiker unter uns, für E-Reader zwar nicht, aber ist für mich ja auch nicht so wichtig. Auf den Wunschzettel damit, ist eine gute Geschenkidee, ich weiß nur noch nicht für wen, respektive wann. Beim Entdecken (wie kam ich eigentlich darauf?) habe ich den abschließenden Eintrag zuerst gelesen.

Schluss: Wolfgang Herrndorf hat sich am Montag, den 26. August 2013 gegen 23.15 Uhr am Ufer des Hohenzollernkanals erschossen.

Bumm, Flashback zu der jungen Patientin mit Morbus Wilson aus dem Innere-Tertial. Schwieriger, langer Verlauf. Trauriges Ende. Noch immer bedrückend. Dazu vielleicht heute Abend oder die nächsten Tage mehr.

Kaffee leer, postprandiale Müdigkeit für heute damit hoffentlich therapiert. Zurück an die Bücher.

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